Tel.: 0721 8203-2306


E-Mail: cheibach@hfg-karlsruhe.de

 

Geboren 1967, 1985-1991 Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Bamberg, Paris und Heidelberg. 1991-1995 Tätigkeit als PR-Assistentin und -Beraterin in mehreren Unternehmen. 1995-2000 Promotion an der Universität Heidelberg mit einer der ersten Arbeiten über Internetliteratur. 1999-2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Assistentin an der Universität Erfurt, Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaft mit den Schwerpunkten Kultur- und Medientheorie, Mediengeschichte. Juli 2007 Habilitation an der Universität Erfurt mit einer Arbeit über Multimediale Aufführungskunst. 2008-2009 Projektmitarbeiterin an der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha zur Organisation des 98. Deutschen Bibliothekartages 2009 in Erfurt. Seit Juli 2009 DFG-geförderte eigene Stelle an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe, für das Individualprojekt Epistemologie der Multimedialität. Im Wintersemester 2012/13 hat sie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung eine Vertretungsprofessur für Philosophie und Medientheorie inne.

 

Persönliche Website: www.christiane-heibach.de
Netzästhetik: www.netzaesthetik.de

 

DFG-Projekt „Epistemologie der Multimedialität“ 

 

Das Projekt „Epistemologie der Multimedialität“ beschäftigt sich mit der grundsätzlichen Frage nach den Bedingungen mehrsensueller Wahrnehmung und ihrer Modellierung. Ausgangspunkt ist die Diagnose, dass es weder in der Philosophie noch in der Kulturtheorie bisher Modelle des Zusammenspiels der Sinne gibt, die den Anforderungen der multimedialen Wirklichkeit gerecht werden. Stattdessen wurden über die Jahrhunderte hinweg sinnliche Wahrnehmung und Erkenntnis voneinander getrennt und das an sich synästhetische und nicht nur auf dem Bewusstsein beruhende Erleben in einzelne voneinander getrennte Gebiete aufgegliedert. Angesichts der gravierenden kulturellen Veränderungen durch die neuen Medien besteht jedoch zunehmend die Notwendigkeit, nicht nur der Bedeutung der verschiedenen sinnlichen Wahrnehmungsformen und deren Zusammenspiel auf die Spur zukommen, sondern auch die Frage nach dem Zusammenhang von Wahrnehmung, Erkenntnis, Erleben und Handeln zu stellen. Nicht nur im Kunstbereich durch multimediale und immersiv angelegte Projekte, sondern auch in der „Eventkultur“ des Alltags wird der Sinnlichkeit eine immer größere Bedeutung eingeräumt und ihre enge Verflechtung mit dem Erleben und dem Handeln zum Prinzip erhoben, ohne dass in theoretischer Hinsicht entsprechend komplexe Modelle zur Verfügung stünden. Das Projekt setzt sich zum Ziel, die Bedingungen für ein solches Modell zu benennen und dabei eine Brücke zwischen Kunst- und Alltagserleben sowie zwischen Produktions- und Rezeptionsprozessen zu schlagen.

 

Ausgewählte Publikationen

 

  • Literatur im Internet: Theorie und Praxis einer kooperativen Ästhetik. Berlin 2000 (Diss. Heidelberg 1999)
  • Literatur im elektronischen Raum. Buch & CD-ROM. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2003 (stw 1605)
  • mit Friedrich W. Block und Karin Wenz (Hg.): poesis - Ästhetik digitaler Poesie / The Aesthetics of Digital Poetry, Ostfildern: Hatje-Cantz 2004 (Begleitpublikation zur Ausstellung „poesis. Digitale Poesie“ im Kulturforum Berlin, 13.02. - 04.04.2004)
  • Multimediale Aufführungskunst. Medienästhetische Studien zur Entstehung einer neuen Kunstform. München: Fink (ET: November 2009)