Akademischer Mitarbeiter für Philosophie und Ästhetik
 



Tel.: 0721/8203-2295


Fax: 0721/8203-2293


E-Mail: mjongen@hfg-karlsruhe.de

 

 

Marc Jongen hat 1988 bis 1995 Philosophie sowie eine Fächerkombination aus Indologie, Geschichte, Germanistik und Wissenschaftstheorie an der Universität Wien studiert. 1996 bis 1999 war er Kulturredakteur der „Neuen Südtiroler Tageszeitung“, Bozen. 1999 bis 2001 absolvierte er ein Doktoratsstudium an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe als Stipendiat der Leopold-Ziegler-Stiftung, Überlingen. 2001 bis 2003 war er Landesgraduiertenstipendiat des Landes Baden-Württemberg. Seit 2003 ist Marc Jongen Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Philosophie und Assistent des Rektors an der HfG Karlsruhe. Dort ist er in Forschung und Lehre (gemeinsames Seminar mit Prof. Peter Sloterdijk) sowie in der Hochschulverwaltung tätig. 2009 erfolgte seine Promotion zum Dr. phil. (summa cum laude) bei Prof. Peter Sloterdijk zum Thema „Nichtvergessenheit. Tradition und Wahrheit im transhistorischen Äon“. 

 

Forschungsschwerpunkte

 

Marc Jongens Forschungsinteresse gilt insbesondere dem Fortwirken vormoderner, religiöser und spiritueller, Gedankenwelten und kultureller Programmierungen im Imaginären und Realen der technologischen Zivilisation sowie der Frage, ob und wie diese Traditionen fortzuschreiben sind, um eine Selbstverständigung der Gesellschaft über die eigenen psychohistorischen Motivationsquellen in Gang zu halten und somit fundamentalistische Reaktionsbildungen angesichts des aktuellen Aufbruchs in die Hypermoderne zu vermeiden. Ausgehend von dieser kultur- und religionsphilosophischen Perspektive beschäftigt sich Marc Jongen mit Problemstellungen der ästhetischen und politischen Philosophie, der Medientheorie sowie mit den ethischen und naturphilosophischen Konsequenzen neuer Technologien.

 

LEHRVERANSTALTUNGEN

 

Zum Archiv der Lehrveranstaltungen von Dr. Marc Jongen

 

 

Ausgewählte Publikationen
 


Monographien

 

  • Nichtvergessenheit. Tradition und Wahrheit im transhistorischen Äon, Karlsruhe 2009
  • Das Wesen spiritueller Erkenntnis. Eine Reise ins Innere des Geistes, München 1998


 Herausgeberschaften

 

  • gem. mit Koenraad Hemelsoet und Sjoerd van Tuinen: Die Vermessung des Ungeheuren. Philosophie nach Peter Sloterdijk, München 2009
  • Philosophie des Raumes. Standortbestimmungen ästhetischer und politischer Theorie, München 2008
  • Der göttliche Kapitalismus. Ein Gespräch über Geld, Konsum, Kunst und Zerstörung mit Boris Groys, Jochen Hörisch, Thomas Macho, Peter Sloterdijk und Peter Weibel, Schriftenreihe der HfG Karlsruhe, Neue Folge Bd. 1, München (Fink) 2007

Mehr lesen

Aufsätze, Essays

 

  • Technik und Natur – eine notwendige Einheit. In: Armin Grunwald / Justus von Hartlieb (Hrsg.): Ist Technik die Zukunft der menschlichen Natur? 35 Antworten auf eine Preisfrage des Forschungszentrums Karlsruhe, Hannover 2010 (in Vorbereitung)
  • Wir sind nie zur Welt gekommen. Peter Sloterdijks Maieutik der Eksistenz. In: Marc Jongen, Sjoerd van Tuinen, Koenraad Hemelsoet: Die Vermessung des Ungeheuren. Philosophie nach Peter Sloterdijk, München 2009
  • Der Mensch ist sein eigenes Experiment. In: Beatrix Vogel (Hrsg.): Der Mensch – sein eigenes Experiment? Kolloquium 2003 des Nietzsche-Forums München. Vorträge aus den Jahren 2003-2005, München 2008
  • Homo Homini Fatum. Zur biotechnischen Selbstübernahme des Menschen. In: Beatrix Vogel (Hrsg.): Der Mensch – sein eigenes Experiment? Kolloquium 2003 des Nietzsche-Forums München. Vorträge aus den Jahren 2003-2005, München 2008
  • Die Welt unteilbar Eine. Überlegungen zum Unus Mundus im Anschluss an alchemistische Motive bei Leopold Ziegler und Peter Sloterdijk. In: Paulus Wall (Hrsg.): Mythos – Logos – integrale Tradition. Beiträge zum Werk Leopold Zieglers aus Anlaß seines 50. Todestages, Würzburg 2008
  • Sein und Raum. Scholien zum „ungeschriebenen Über-Buch der abendländischen Philosophie“. In: Marc Jongen (Hrsg.): Philosophie des Raumes. Standortbestimmungen ästhetischer und politischer Theorie, München 2008, S. 59-88.
  • Die zweiten Hieroglyphen. Entwurf einer Theorie der Hyperbilder. In: Ingo Berensmeyer (Hrsg.): Mystik und Medien. Erfahrung – Bild – Theorie, Mystik und Moderne Bd. 4, München 2008, S. 151-172.
  • Vom Arbeiter zum Roboter. Ein Gestaltwandel zweiter Ordnung. In: Alexander Pschera (Hg.): Bunter Staub. Ernst Jünger im Gegenlicht, Berlin 2008, S. 994-308.
  • Magia – Matrix – Imaginatio. Überlegungen zur Simulation anlässlich des Todes Jean Baudrillards. In: Marburger Forum. Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart, Jg. 8 (2007), Heft 2
  • Theia Téchne. Zur Hermetik der Maschinen, In: Luca Di Blasi (Hrsg.): Cybermystik. Mystik und Moderne Bd. 2, München 2006, S. 157-174.
  • Politik und Terror. In: Berliner Republik 1/2005, S. 68-75.
  • Paranoia macht high. Zu: Luca Di Blasi, Der Geist in der Revolte. Der Gnostizismus und seine Wiederkehr in der Postmoderne. In: Dialektik. Zeitschrift für Kulturphilosophie 2003/1, S. 181-184.
  • Religion zweiter Ordnung. Vorwort zur Neuauflage von: Leopold Ziegler, Gestaltwandel der Götter, hg v. Paulus Wall, Würzburg 2002. Textgleich erschienen in: Sinn und Form, 4 / 2002