Veranstaltungstyp:  Seminar
Fach:  Philosophie und Aesthetik
Zeit:  montags 15-18 Uhr 14-täglich
Ort:  Raum 303
 
Seit jeher bewegt sich das philosophische Denken im Spannungsfeld zwischen Vernunft und Wahrheit. Obwohl die Metaphysik als die Geschichte eines produktiven Miteinanders beider Elemente gelesen werden kann, sind alle Versuche, die Wahrheit in metaphysischen oder logischen Systemen dingfest zu machen, gescheitert. Die Wahrheit entzieht sich dem vernünftigen Zugriff. Einerseits werden dadurch eine Reihe von anderen Zugängen zur Wahrheit erst ermöglicht (Mystik, Glaube, Offenbarung, Intuition, ästhetische Erkenntnis u.ä.). Andererseits entsteht für die Vernunft die Möglichkeit, sich vom Wahrheitsdiskurs zu emanzipieren und eigenständige Schritte zu aufgeklärtem, skeptischem und freiem Denken zu gehen. Um diese Grundspannung des philosophischen Diskurses nachzuvollziehen lesen wir Parmenides, Platon, Plotin, Augustin, Lorenzo Valla, Decartes, Kant, Fichte, Heidegger, Derrida und Lyotard. Konzeption und Durchführung des Seminars in Zusammenarbeit mit Lena Herrmann.
 
Beginn: 15.04., 15 Uhr