Das praktische Nebenfach

Warum Philosophie und Ästhetik an einer Hochschule für Gestaltung studieren? Ein formaler Unterschied des Theoriestudiengangs an der HfG zur Philosophie an der Universität besteht in der Wahl eines praktischen Nebenfachs. Denn anders als an den Universitäten ist für das HfG-Theoriestudium  die Wahl eines Nebenfachs aus den Bereichen Medienkunst, Kommunikationsdesign, Produktdesign oder Ausstellungsdesign/ Szenografie obligatorisch. Auf diese Weise werden die klassischen Formate philosophischer Lehrveranstaltungen (Seminare, Vorlesungen, Kolloquien) um das Projekt-Studium der praktischen Fachbereiche erweitert: Studierende aus den Kunst-, Design- und Theoriefächern arbeiten gemeinsam an praxisbezogenen Aufgaben wie beispielsweise Katalog-, Zeitschriften- oder Ausstellungsprojekten und sammeln dadurch unmittelbare Erfahrungen in der künstlerischen, gestalterischen oder kuratorischen Praxis.

Das theoretische Nebenfach

Neben einem praktischen Nebenfach sieht der Studiengang Philosophie und Ästhetik Kunstwissenschaft und Medientheorie als Theorienebenfach vor. Dieses ist an der Hochschule durch zwei Professuren und zwei akademische Mitarbeiter vertreten. Der Schwerpunkt dieses Fachs auf moderner und zeitgenössischer Kunst stellt an deutschen Universitäten eine Besonderheit dar. Als Nebenfach bildet die Kunstwissenschaft eine ideale Ergänzung und Erweiterung zum Studium der Philosophie und Ästhetik. Ab dem Wintersemester 2011/12 wird zudem Kulturtheorie und Kulturökonomie als weiteres Theorienebenfach eingerichtet. Ein Kooperationsvertrag der HfG mit der Universität Karlsruhe | KIT bietet außerdem die Möglichkeit, dort ein geisteswissenschaftliches Nebenfach zu belegen.